Die Medien schreiben uns vor, wie wir zu sein haben, als Frauen und als Männer. Und dieses Schema entspricht in keiner Weise dem echten Mann und der echten Frau im echten Leben. Dieser Druck zu funktionieren und der Erfolgszwang erzeugen Stress und alle leiden wir unter dem Anspruch: Ich muss perfekt sein!

Ich muss perfekt sein! Nur Perfektes kann bestehen, nur wenn ich perfekt bin, werde ich geliebt! Egal, was es kostet, ich muss perfekt sein!

Merkst du, was das aus uns macht? Siehst du auch in großen Leuchtbuchstaben in Neongelb deine Gedanken?

Ich bin nicht perfekt.

Willst du perfekt sein in der Familie?

Du hast Kinder, einen Job, einen Mann oder bist alleinerziehend?
Du willst es allen recht machen? Du steckst am meisten zurück? Du trägst die Hauptlast des Familien-Alltags? Du kümmerst dich um Haushalt und Kinder?
Du bist die Sozialstation und Ansprechpartner für Familie, Haushaltshilfen, Freunde, Erzieher und Lehrer? Du hast viele Kontakte und holst dir Rat in Gruppen und Foren?

Was du da ganz sicher nicht hast, ist Zeit.

Und was da am allerwenigsten hinein passt ist dein Perfektionismus.

Willst du perfekt sein in deinem eigenen Business?

Du arbeitest und arbeitest, verfeinerst, korrigierst, überlegst, verschönerst, liest und konsumierst Informationen. Du hast tolle Ideen, die in die Welt müssen und …?

Nichts passiert!

Doch, halt, in deinem Kopf, da ist alles drin, oder im Jahresplaner, oder im PC, oder in einem der vielen hilfreichen Programme, die es dafür gibt.

Aber niemand weiß es! Du hältst dein Potential zurück, du sparst deine ganz persönlichen Ideen für später auf. Später, wann soll das sein?

Weil du glaubst, die Dinge immer noch besser und noch schöner machen zu müssen?

Bevor nicht alles perfekt ist, wird nichts in die Öffentlichkeit entlassen?

Lass uns mal das Ich bin nicht perfekt von der anderen Seite anschauen.

Liebst du deine Freunde, deine Kinder, deinen Partner deswegen, weil sie perfekt sind?

Natürlich ist in diesen Beziehungen nicht alles perfekt und manches sogar nervig, aber genau das gehört zu diesen Beziehungen. Das macht sie doch gerade erst so einmalig.

Uns sind es nicht gerade die „unperfekten“ Dinge, die die Besonderheit ausmachen? Die Tasche, die schon etwas abgewetzt ist, aber du liebst sie. Der Mantel, den du schon 20 Jahre hast, gar nicht mehr modern, aber dein Lieblingsstück? Deine Kaffee- oder Teetasse sieht schon ziemlich gebraucht aus, aber wenn sie warm in deinen Händen liegt, trinkst du ein Stück Geschichte mit ihr?

Ist perfekt sein zu wollen falsch?

Grundsätzlich ist der Wunsch, etwas Perfektes abliefern zu wollen, eine gute Haltung.

In der Familie soll alles möglichst zufriedenstellend und zügig ablaufen, jeder hat ein Recht, gut behandelt zu werden. Abläufe müssen funktionieren, Gespräche müssen geführt werden, der Haushalt ist zu erledigen, und deine Familie möchte auch Zeit mit dir verbringen. Deshalb ist es wichtig für dich, abzuwägen, was ist wirklich wichtig, was kann warten und was ist eigentlich gar nicht so dringend oder was kann jemand anderes tun?

Im Business ist es schon wichtig, Dinge richtig gut zu machen, denn du willst ja nicht unprofessionell erscheinen. Da ist ein fließender Übergang zum Perfektionismus, den du selber für dich herausfinden musst.

A

Marie von Ebner-Eschenbach

„Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.“

Wir könnten einfach ein anderes Wort verwenden. Positive Entsprechungen für perfekt wären z.B. stimmig, richtig, genau, gut, gekonnt, geschickt, bestmöglich, fabelhaft, wertvoll, einzigartig, ideal, vortrefflich, himmlisch.

Dann verdrängst du dein Ich bin nicht perfekt mit einem positiven Satz, den du glaubst:
Ich bin fabelhaft, oder Ich bin einzigartig oder einfach Ich bin gut.

Wann ist es ein übertriebener Perfektionismus?

  • Wenn dein Perfektionismus dich in deinem Vorankommen lähmt!
  • Wenn dein Perfektionismus deine Entscheidungen beeinflusst und dämpft.
  • Wenn perfekt für dich folgendes bedeutet: fehlerfrei, fehlerlos, hundertprozentig, tadellos, vorbildlich, erstklassig, meisterlich, einwandfrei, fundiert, mustergültig, hochwertig, vollkommen, vollendet, exzellent, hervorragend, makellos, unerreicht, beispiellos, ausgezeichnet, unübertroffen.
    Erzeugen diese Entsprechungen Druck in dir?

Ich gehörte auch zu den Menschen, die perfekt sein wollten. Allerdings hatte ich mir bis dato nie so genau überlegt, was das eigentlich bedeutet. Perfekt sein.
Gibt es diesen Zustand überhaupt?

Ich merkte nur, dass ich ständig unter Druck arbeitete und das Gefühl hatte, ich bin nicht perfekt und war total unzufrieden damit.

Und woran lag es?

Nichts war gut genug, überall gab es noch etwas und noch etwas zu verbessern, ganz abgesehen von all den Dingen, die noch dazu kamen.

Ich habe mich immer wieder perfekt mit meinem Perfektionismus auseinandergesetzt.

Deshalb entschied ich: HALT! So geht das nicht weiter.

Perfekt sein? Viel zu zeitraubend!

Ich bin nicht perfekt? Na und?

Die Wochen vergehen und mein Schatzkästchen ist immer noch so voll 😉

Ich fragte mich: Wie kannst du dies ändern? Wie kannst du anders damit umgehen?
Wem willst du etwas beweisen? Wovor hast du Angst?

Überlegungen für ein fertiges Perfekt

Welcher Maßstab soll angelegt werden? Wer definiert, was perfekt ist? Ist dein Maßstab zu hoch und andere erwarten gar keinen Perfektionismus von dir?

Stell dir vor, was könntest du alles noch auf den Weg bringen, wenn du dich in einzelnen Arbeiten nicht so verlieren würdest? Was hältst du dadurch alles zurück?
Vielleicht verschwendest du enorm viel Zeit damit, zu perfektionieren und kämst mit jeder unperfekten Aktion ein Stückchen weiter.

Wichtig ist nicht Perfektion, sondern Originalität und Authentizität.

Wie kannst du nun deine „Ich bin nicht perfekt“-Haltung verändern?

Die Frage, die ich mir in allen schwierigen Situationen stelle, lautet:

Was kann Schlimmes passieren, wenn …?

Mach eine Liste über alles, was dir einfällt. Dann stelle dir die schlimmste Situation vor und versuche, sie zu akzeptieren. Wenn du das kannst, wird dich nichts mehr erschüttern können. Keine Angst vor Kritik, keine Ablehnung, kein Rückzug …

Für deine Familie, für deine Leser, für deine Kunden ist es wichtig, dass sie deine Liebe spüren, deine Begeisterung und Leidenschaft.

In jedem Moment bist du und bin ich so perfekt wie es geht. Es liegt an uns, wie wir uns wahrnehmen, verurteilen und unter Zwang setzen.

Mein heutiges Motto:

Fertig ist besser als perfekt!

Meine Vorgehensweise ist nun diese: Wenn ich mich inkompetent in einer Sache fühle, versuche ich mich zu verbessern, aber ich lasse mich nicht aufhalten, das zu tun, was ich tun will.

Dadurch, dass ich es tue und immer wieder tue, verbessere ich mich.

So habe ich gelernt, meine eigene Website aufzuziehen. Oder Artikel für meinen Blog zu schreiben. Oder Bilder zu zeichnen auf meine spezielle Art. Oder selbstbewusster zu werden, durch das Tun.

Mit Klick auf das Bild kannst du es als PDF downloaden.

Was kannst du nun tun, um mehr fertig als perfekt zu sein?

Perfektionismus hat mit Loslassen zu tun. Löse dich von deinem Anspruch, wie etwas zu sein hat. Indem du in den Fluss kommst, erfährst du Reaktionen und Ergebnisse, die dich anspornen und Spaß machen.

Werde mutiger und zeige, was du hast oder kannst, jetzt. Besser geht jetzt nicht. Und besser jetzt als gar nie. Du wirst jeden Tag besser, wenn du dran bleibst und weiter lernst, und das Unperfekt von heute wird das Perfekt von morgen, aber ohne Druck.

Entschließe dich, deine eigenen Erfahrungen zu machen und nicht wie viele Menschen Erfahrungen anderer im Fernsehen zu konsumieren.

Wenn du eine Vision hast, fange an, tue es. Auch wenn es nicht perfekt ist, du wirst besser und besser und besser. Niemand, der jetzt gut ist, hat perfekt angefangen! Aber er hat sich die Mühe gemacht, besser zu werden. Jeden Tag ein klein wenig mehr.

Es gibt immer jemanden, der besser ist als du. Und ich glaube ebenso, dass auch das Unperfekte auf seine Weise perfekt ist. Es ist auf dem Weg der Wandlung zu deinem Bestmöglichen.

Ich lade dich ein, folgende Punkte zu üben:

  1. Dich mehr lieben zu lernen, wenn du dich als unperfekt oder inkompetent empfindest.
  2. Nicht aufzugeben und immer dein jetzt Mögliches zu geben.
  3. Lebendig im Fluss zu bleiben und mit großen Augen zu staunen, was so alles sich entfalten mag.
  4. Einfach gut zu sein!

Ich übe jeden Tag 😉

Rapunzel-Lounge Astrid Ryzek
Astrid Ryzek verbindet ihr künstlerisches Gespür mit tiefem Wissen, was an geistiger Kraft in den Dingen und Bildern für uns bereit liegt. Integriere Bilder der Kraft in dein Leben. Höre ihre Botschaften. Lass Veränderung leicht geschehen. Dein Thema ist noch nicht dabei? Persönliche Themen bitte HIER vorschlagen.
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